Schutzschalter
Ein Schutzschalter, auch Fi-schalter (Fehlerstromschalter) ist eine Vorrichtung, die bei fehlenden Stromimpulsen auslöst und den angebundenen Stromkreis außer Kraft setzt. Dabei gehen sämtliche Geräte aus, die an diesen Stromkreis angeschlossen sind. Diese Schutzschalter haben die Aufgabe, vor Stromschlägen zu schützen, jedoch nicht die Hauptschalter, die als Nennwert bei der Abschaltung 0,3 A (300 mA ) stehen haben. Schutzschalter gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen, und zwar als zweipolige Einphasen oder als vierpolige Dreiphasen Einbaugeräte.
Schutzschalter lösen nur dann aus, wenn die Leitungen nicht intakt sind: Solange die gleiche Nennleistung zum Verbraucher fließt und auch wieder vom Verbraucher zurück ins Netz, regt sich der Schutzschalter nicht. Erst, wenn eine Menge des Stroms verloren geht, löst er aus. In Räumen mit einer Feuchtigkeitsbelastung, wie zum Beispiel im Badezimmer, kommen Schutzschalter mit 0,03 A (30 mA) zum Einsatz, da diese Schutzschalter vor Stromschlägen schützen, was bei feuchten Netzteilen im Falle eines Stromschlages lebensbedrohlich wäre.
Die Nennleistung von 0,03 A ist die Höchstgrenze, bei der der menschliche Körper keine Schäden bei einem Schlag davonträgt. Alles darüber ist eine potentielle Gefahr und deswegen wurden Schutzschalter auf dieses Limit programmiert.

Moderne Fi-schalter verfügen neben dem Schutz bei Kurzschlüssen auch über einen Überlastungsschutz, bei älteren Modellen sollte man noch einen Sicherungsautomaten hinzufügen, um den optimalsten Schutz zu gewährleisten.
Fi-schalter dienen ausdrücklich dem Personenschutz, denn sie verhindern eine bedrohliche Wirkung eines Stromschlags, komplett verhindern lässt sich ein Stromschlag allerdings nicht. Auch im Gesetz wurden sie bereits verankert – Sie sind bei Neubauten Pflicht. Seit Fi-schalter im Gesetz erwähnt werden, hat sich die Quote tödlicher Unfälle mit Strom halbiert.
Aufgrund der Tatsache, dass heutige Verbraucher mit einem Kunststoffgehäuse versehen sind, die Stromschläge verhindern, sind Schutzschalter bei der Installation reine Ermessungssache. Bei Neubauten sind sie Pflicht und jeder Fachmann rät zur Installation, denn es bestehen trotz Kunststoffgehäusen und Erdungen immer ein gewisses Risiko, einen Stromschlag zu erleiden, der für Ihre Gesundheit zu einer Gefahr werden kann, was ein Schutzschalter wiederum zu verhindern vermag.

Löst ein Schutzschalter immer wieder aus, ohne erkennbaren Grund, dann muss man sich auf Fehlersuche begeben. Oftmals ist ein Verbraucher, wie zum Beispiel ein Toaster oder eine Glühbirne defekt und erzeugt bei der Inbetriebnahme einen Fehlerstrom, der den Fi-schalter aktiv werden lässt. Aber auch der Schutzschalter kann mit der Zeit einen Defekt aufweisen, dies kann man daran erkennen, dass zum Beispiel bei einem simulierten Fehlerstrom mittels Drücken der Prüftaste am Fi-schalter kein Auslösen erfolgt. In diesem Fall sollte man sich einen Fachmann kommen lassen, der den Fi-schalter auswechselt und einen neuen einbaut.
Ist der Fi-schalter jedoch voll intakt, löst aber aus, auch wenn kein Defekt an einem Verbraucher festgestellt werden konnte, so ist ein schwerwiegendes Problem aufgetreten und es betrifft womöglich Steckdosen oder Leitungen. Auch hier gilt: Nur eine Fachfirma beauftragen und niemals selbst an die Elektrik gehen aufgrund der Gefahr durch Strom.
Weitere Informationen, wie man korrekt betriebsfähig hält und in welchen Intervallen man die Prüftaste am Gerät zur Funktionsprüfung drücken sollte, steht in der Bedienungsanleitung, generell sollte man seinen Schutzschalter alle 6 Monate prüfen.
